Literaturgottesdienst zu „Corpus delicti“ von Juli Zeh am 30. Oktober

211018 LitGo LZ J Zeh 01211018 Juli Zeh 2018286113231 2018 10 13 Buchmesse 1D X MK II 0207 B70I4023Im Mittelpunkt des 45. Literaturgottesdienstes am 30. Oktober um 19 Uhr in der Auferstehungskirche am Kurpark steht dieses Mal ein Buch von Juli Zeh. Ihr Roman „Corpus delicti“ führt in eine Zukunft, in der die Gesundheit über allem steht. Fitnessarmbänder, vernetze Haushaltsgeräte und neugierige Nachbarn sollen dafür sorgen, dass jeder Mensch vollkommen gesund lebt.

Die totale Überwachung, genannt „die Methode“ scheint dem Glück der Gesellschaft zu dienen und die junge Mia ist eine der folgsamsten Bürgerinnen dieser perfekten Gesellschaft. Doch dann wird ihr Bruder eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen haben will. Und nach und nach steht „die Methode“ der Selbstoptimierung in Frage. Mia kämpft für Ihren Bruder und für das Recht auf ein freies Leben. Dabei legt sie sich mit einem kühl kalkulierenden Staatswesen an, dessen Argumente auf den ersten Blick bestechend sind. Doch wie weit darf die Freiheit eines einzelnen Menschen zum Wohle aller beschränkt werden?

Juli Zeh hat einen Roman geschrieben, der durch die Corona Pandemie ganz besonders aktuell geworden ist. Sollen Menschen selbst entscheiden, wie sie sich richtig verhalten oder muss ein Staat die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger einschränken?

Der Literaturgottesdienst führt durch Lesungen und Erzählungen in das Buch ein. Die Verbindung von aktuellen Glaubens- und Lebensthemen mit der Literatur eröffnet für die Besucherinnen und Besucher neue Horizonte und stellt ein Angebot für Menschen dar, die auf der Suche nach Inspiration und Impulsen für ihr Leben und ihren Glauben sind. Die Predigt im Gottesdienst hält der ehemalige Pfarrer der Altstadtgemeinde, Bundespolizeipfarrer Lars Kunkel aus Koblenz.

Für die Musik sorgt Kreiskantor Jószef Opitz. Er wird auf dem Klavier und mit der Ott Orgel sehr spannende Jazz- und Klassik Improvisationen genau auf das Buch abgestimmt einbringen.

Die Teilnahme am Gottesdienst erfolgt nach den 3-G-Regeln. Ein entsprechender Nachweis muss erbracht werden. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Kommunikationsexpertin Denise McConnell beim "Forum im Foyer"

211018 211101 Denise McConnell Forum im FoyerEndlich ist das "Forum im Foyer" in Bad Oeynhausen zurück. Der etablierte Themenabend der Altstadtgemeinde zieht nun vom Foyer der Auferstehungskirche am Kurpark in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Bismarckstraße. Am 11. November ab 19.30 ist Theaterpädagogin Denise McConnell zu Gast und möchte zu einem besseren Diskurs in der Gesellschaft animieren.

Die auf Stimme und Kommunikation spezialisierte Pädagogin möchte mit Kommunikationsirrtümern aufräumen und zu einem besseren Miteinander beitragen: "Oft münden scheinbar harmlose Gespräche in Streit und Missverständnissen, in Vorwürfen und Kopfschütteln", so die Referentin. Aktuell zeigten polarisierende Themen wie der Umgang mit der Corona-Pandemie oder der Ausgang der Bundestagswahlen eine gespaltene Gesellschaft. "Wir reden miteinander, aber häufig auch einander vorbei. Die Versuchung ist groß, die Schuld dann beim Gesprächspartner oder der Gesprächspartnerin zu suchen. Dabei sind viele Gesprächsfallen ganz einfach zu erkennen – wenn man nur weiß, worauf man achten muss", verrät Denise McConnell. Wie wir in Gesprächen und Diskussionen wieder wertschätzender miteinander umgehen können und wie wir uns bei Kritik, Vorwürfen und Angriffen verhalten sollen, möchte die Expertin beim Themenabend im Gemeindehaus der Altstadtgemeinde in Bad Oeynhausen erklären.

 

Gedenkbrunnen fließt wieder

210907 Gedenkbrunnen Auferstehungskirche 2Stetig strömt das Wasser über die Inschrift des Gedenkbrunnens vor der Auferstehungskirche am Kurpark, der an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Nach einigen Jahren der Trockenheit war der Brunnen im vergangenen Jahr repariert worden. Mit einem Gottesdienst vor der Auferstehungskirche am Kurpark wurde seine Restaurierung feierlich begangen.

Die musikalische Gestaltung übernahmen der Posaunenchor und einige Mitglieder der Kantorei unter der Leitung von Kreiskantor József Opicz. Rings um den wieder fließenden Brunnen hatten die Gottesdienstbesucher Platz genommen. „Der Brunnen ist ein sichtbares Stück Erinnerungskultur und ein Ort, um ins Gespräch zu kommen. Unsere Aufgabe ist, nicht zu vergessen, was damals geschehen ist, auch in der Zeit des Generationenwechsels“, sagte Bürgermeister Lars Bökenkröger in seinem Grußwort. Brunnen waren früher ein lebenswichtiger Ort zur Wasserversorgung und zum Austausch, was in der Welt geschah, erinnerte Superintendentin Dorothea Goudefroy. „Menschen haben dort Gemeinschaft gepflegt, so wie wir heute“, sagte sie. Sie zitierte den ersten Satz aus Thomas Manns „Joseph“-Roman („Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“) und mahnte, die Gemeinschaft nicht aufzugeben und gegen Hass einzutreten. „So wird der Ort der Erinnerung zum Ort des Lebens“, so die Superintendentin.

 

Vorpremiere am 24. September in der Auferstehungskirche

ACHTUNG: Unter den Voraussetzungen einer für Alle verbindlichen '3G-Regel' konnte das Platzkontingent jetzt noch einmal aufgestockt werden und sind wieder Eintrittskarten erhältlich - allerdings nur noch am Empfang des Kreiskirchenamtes in Bad Oeynhausen und für Interessierte, die außerhalb unseres Kirchenkreises leben, im Kartenversand nach Vorkasse (Bestellungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 05731/180534).

210906 2 fluegelAm Freitag, dem 24. September, freuen wir uns auf ein weiteres besonderes Erlebnis in unserer Auferstehungskirche: um 20.00 Uhr wird dort die bundesweite Vorpremiere des neuen musikalisch-literarischen Programms der Formation ‚2Flügel‘ stattfinden: „Goldzwanziger“ ist es überschrieben und lädt ein zu einer aufregenden Entdeckungsreise in die 1920er und 2020er Jahre.

„2Flügel“ – das sind die Theologin und Schriftstellerin Christina Brudereck, die Kultur, Politik und Theopoesie auf wunderbare Weise ineinander verwebt, und Dr. Benjamin Seipel, Pianist und Dozent an der Hochschule für Musik in Köln, der in seinen Flügel-Improvisationen Soul, Jazz und Klassik, Kinderlieder und Hymnen zu echten Kunst-Werken verbindet. Ein Abend mit „2Flügel“ ist kein Konzert und keine Lesung, sondern beides gleichzeitig. Der Flügel erzählt, die Buchstaben singen: „ein dichtes und musikalisches Erlebnis – für alle Sinne“ (so der ‚Deutschlandfunk‘).

 

restlos ausverkauft - es wird auch keine Abendkasse geben

Dieses besondere Programm stieß auf eine so große Resonanz, dass alle zur Verfügung stehenden Karten schon wenige Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs restlos vergriffen waren. „Das freut uns natürlich sehr“, sagen die Veranstalter Michael Scholz und Hartmut Birkelbach, „aber selbstverständlich bedauern wir auch, dass wir allen weiteren Interessierten jetzt eine Absage geben müssen und auch keine Abendkasse mehr einrichten können. Das aktuelle Infektionsgeschehen und die entsprechenden Hygieneschutzkonzepte setzen deutliche Grenzen und wir können da nur herzlich um Verständnis bitten!“

„Das Helle und das Dunkle und ein Halleluja“ Ein musikalisch-literarischer Premieren-Abend

210811 Elke Heidenreich c Carl Hanser Verlag Leonie von Kleist 100 v 2560x1440 c 1604658249715Die enorme Repertoirefülle sowohl des Ensembles als auch von Elke Heidenreich, die bereits bei dem CD-Projekt Nachtgedanken zusammengearbeitet haben, haben die Künstler nun erneut genutzt, um für die Poetischen Quellen ein besonderes Programm zusammenzustellen.

210811 Pressephoto Calmus Ensemble Leipzig 2021 Hornemann 01 gross a20 KopieMusik und Literatur nehmen das Publikum mit auf eine gleichermaßen besinnliche wie berührende Reise, die die schönen und weniger schönen, die anregenden und beängstigenden, die lustigen und traurigen Seiten des Lebens widerspiegeln. Jüdisches und Christliches findet ohne Konfessionsgrenzen zueinander, Altes und Neues verbindet sich und durch das Dunkle beginnt es zu leuchten: „There is a crack in everything. That’s how the light gets in.”

Psalmen des Renaissancemeisters Salomone Rossi (1570 – 1630), entstanden im Ghetto in Mantua/Italien, treffen dabei auf Songs von Leonard Cohen (1934 – 2016) und Lieder von Paul Gerhardt (1607 – 1676). Sie werden in den speziell für dieses Programm geschriebenen Texten von Elke Heidenreich reflektiert, eingefangen und weitergedacht.

Mittwoch, 25. August 2021 / Einlass: 18.30 Uhr / Beginn: 19.30 Uhr - Ort: Auferstehungskirche am Kurpark in Bad Oeynhausen