Im Gespräch mit Tim Niedernolte im "Forum im Foyer"

221212 Forum im Foyer Tim NiedernolteUm Wertschätzung drehte sich der Gesprächsabend im "Forum im Foyer" der Auferstehungskirche. "Man muss sich Zeit nehmen für Kommunikation", sagte Tim Niedernolte, Fernsehmoderator und Autor des Buches "Wunderwaffe Wertschätzung", in seinem Impulsvortrag. "Oft wird auf dem jeweiligen Standpunkt verharrt. Grautöne, von denen es nicht wenige gibt, werden leider kaum noch gehört", so Tim Niedernolte, der der Wertschätzung zu "mehr Durchschlagskraft" verhelfen möchte.

Worte sind mächtig. Sprache kann trösten und loben, aber auch verletzen. "Man muss aufpassen, dass nicht aus Worten Taten werden, daher wehret den Anfängen. Oft wird etwas so dahin gesagt. Laut Psychologen braucht man nach einer negativen Aussage siebenmal positiven Zuspruch, um das wieder geradezubiegen", sagte er.

Gelebte Wertschätzung und Respekt bedeuten, jemandem Vertrauen zu schenken. Dann können beide gewinnen, wer gibt und wer empfängt. Wer von den Eltern Wertschätzung vorgelebt bekommt, kann später auch für Nachbarn und Kollegen ein Vorbild sein. Lob und Anerkennung soll man aussprechen, nicht nur denken, und Engagement, beispielsweise im Ehrenamt, nicht als gegeben hinnehmen.

Nach dem Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der etliche Besucher von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. "Wertschätzung funktioniert vom Kleinen ins Große. Deshalb ist es gut, sie in den Alltag zu integrieren" sagte Tim Niedernolte.

Literaturgottesdienst zu „Weihnachtslied – Eine Gespenstergeschichte“ von Charles Dickens

I221129 Teamfoto Litgom Mittelpunkt des 46. Literaturgottesdienstes am 3. Dezember um 19 Uhr in der Auferstehungskirche am Kurpark steht dieses Mal ein Klassiker der Weltliteratur. Seit fast 180 Jahren berührt die "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens Groß und Klein, wurde vielfach verfilmt und interpretiert, sogar von den „Muppets“ und Walt Disney, dessen „Onkel Dagobert“ dem Geizhals „Ebenezer Scrooge“ aus Dickens sozialkritischem Roman wie aus dem Gesicht geschnitten ist. 

Dickens erzählt die Geschichte eines hartherzigen Mannes, dem die Geister der Weihnacht begegnen und ihn in einen barmherzigen Menschen verwandeln. Das Team des Literaturgottesdienstes nimmt die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes mit hinein in das Wunder einer ganz besonderen Weihnacht. Angesprochen fühlen dürfen sich übrigens gleichermaßen „Weihnachtsfans“ und „Weihnachtsmuffel“.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt die Mindener Band „The Green Cabbage Jazz Combo“. Fünf Jazzmusiker interpretieren Weihnachtsklassiker und andere musikalische Leckerbissen.

Der Literaturgottesdienst führt durch Lesungen und Erzählungen in das Buch ein. Die Verbindung von aktuellen Glaubens- und Lebensthemen mit der Literatur eröffnet für die Besucherinnen und Besucher neue Horizonte und stellt ein Angebot für Menschen dar, die auf der Suche nach Inspiration und Impulsen für ihr Leben und ihren Glauben sind. Die Predigt im Gottesdienst hält der ehemalige Pfarrer der Altstadtgemeinde, Bundespolizeipfarrer Lars Kunkel aus Koblenz.

Konzert von Clemens Bittlinger und Gästen entführt in ferne Galaxien 

221114 221103 Astrophysik in der Kirche 2221114 221103 Astrophysik in der Kirche 3Blau gedimmtes Licht durchzieht den Altarraum der Auferstehungskirche am Kurpark. Auf einer großen Projektionswand ordnen sich farbige Nebel zu unbekannten, schillernden Formen, Lichtbändern und schließlich zu Sternbildern. Dazu lässt der Musiker Matthias Dörsam Improvisationen auf seinem Saxophon durch den Raum schweben; feine luzide Tonreihen, die sich zu einer vorsichtigen Melodie ordnen.

Nach dieser Einstimmung braucht es nicht mehr viele Worte um zu verstehen, was das Anliegen des Multimedia-Konzerts ist, das der Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger und seine Gäste in die voll besetzte Kirche mitgebracht haben. "Naturwissenschaft verifiziert und erklärt das Wie. Der Glaube setzt die Kraft des Vertrauens gegen die Komplexität der Welt - und versucht eine Antwort auf das Warum", sagte Bittlinger. Gemeinsam mit dem Astrophysiker Professor Dr. Andreas Burkert und den Musikern Matthias Dörsam und David Plüss hatte er einen eindrucksvollen Liederabend gestaltet. "Wir sind nicht allein... Leben im Weltall", so der Titel der Veranstaltung, die auf Initiative des Kulturreferats “KuK!” im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho zwei unterschiedliche Weltanschauungs-Pole miteinander verwoben hat.

Und schon ging es mitten hinein in stimmungsvolle Lieder, nachdenkliche Verse und großartige visuelle Anmutungen des Universums. "Wo wir mit allen Sinnen versuchen zu verstehen, da werden wir beginnen, die Welt ganz neu zu sehen", sangen die Zuschauer gemeinsam mit Clemens Bittlinger und ließen sich dazu von dem Wunder einer sich entfaltenden Blüte inspirieren.

 

Undine Berensmeier bei den Altstadtmäusen verabschiedet

221021 Undine Berensmeier nach 32 Jahren im Ruhestand Web33 Osterfeste zusammen gefeiert, 33 neue Jahrgänge in ihr Kitaleben begleitet, und fast wäre es noch die 33. Adventszeit geworden: Undine Berendsmeier hat in ihrem Arbeitsleben eine ganze Generation von Bad Oeynhausern mitgeprägt. Nun hat sie Altstadtmäuse in den wohlverdienten Ruhestand verlassen.

Es ist eine Arbeitsbiografie, die in ihrer Geradlinigkeit ungewöhnlich geworden ist: Es ist mehr als 32 Jahre her, dass Undine Berensmeier ihren ersten Arbeitstag bei den Altstadtmäusen erleben durfte. Damals hieß die Einrichtung noch prosaisch “Kindergarten Dr.Louis-Lehmann-Straße”, als sie nach ihrer Ausbildung zur Diakonin auf dem Wittekindshof anfänglich als Ergänzungskraft ihre neue Berufung fand. Was sie motiviert und so lange in diesem Beruf begeistert hat, wissen ihre Kollegen und Kolleginnen: Es waren “die Kinderaugen, die sie anstrahlen, wenn sie es wieder einmal geschafft hatte, die Kinder zu begeistern, sei es beim Vorlesen einer Geschichte, beim Spielen, bei Ausflügen und Exkursionen oder beim Forschen und Experimentieren.”

Undine Berensmeier hat die Entwicklung der modernen Altstadtmäuse, besonders in ihrer Aufgabe als Leitung der grünen Gruppe, hautnah miterlebt und mitgeprägt: Aus einer einzelnen Gruppe wurden 70 Tageskinder. Eine U3-Gruppe wurde eingerichtet, und Wickeln, Schlafen, Füttern und Kuscheln wurden Teil des Tagesgeschäfts. Nicht nur praktisch, sondern auch konzeptionell wurde viel bewegt. Ein Qualitätsmanagementhandbuch wurde entwickelt, und die Altstadtmäuse wurden als Familienzentrum zertifiziert und mit dem Beta-Gütesiegel ausgezeichnet. Auch im Team war Undine Berensmeiers Engagement unerlässlich, sei es ganz praktisch bei Reparaturarbeiten mit der tatkräftigen Unterstützung ihres Manns oder auch in den stillen Gesten, wie der geteilten selbstgemachten Marmelade oder der einfachen Vorbildfunktion für ihre jüngeren Mitstreiter.

 

Clemens Bittlinger und Prof. Dr. Andreas Burkert am 3.11. bei uns

Hintergrund NASA offener Sternhaufen NGC 602aufgenommen v. Hubble Space Telescope„Wir sind nicht allein… Leben im Weltall“ - unter diesem Titel laden das Kulturreferat des Ev. Kirchenkreises Vlotho und die Ev. Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt am 3. November zu einem besonderen multimedialen Konzert in die Auferstehungskirche am Kurpark ein.

Dabei wird der bekannte Liedermacher und Theologe Clemens Bittlinger nach fast genau drei Jahren erneut in Bad Oeynhausen zu Gast sein und um 20.00 Uhr gemeinsam mit dem Astrophysiker Prof. Dr. Andreas Burkert, dem Keyboarder David Plüss und dem Saxophonisten Matthias Dörsam eine abwechslungsreiche Konzertlesung gestalten. Dazu schreiben sie:

„Wir leben in einem goldenen Zeitalter der Astrophysik mit fundamentalen, faszinierenden Entdeckungen, die unser Weltbild verändern und erste Antworten geben auf zentrale Fragen der Menschheit wie die 'Wo kommen wir her?' und 'Sind wir allein im Universum?'. Die astrophysikalische Forschung zeigt uns ein fein abgestimmtes Universum, das gerade so aufgebaut ist, dass Leben entstehen kann. Ist dies ein Zufall oder steckt hinter allem ein Plan? Aber kann, darf, soll man die lebenschaffende Kreativität des Schöpfers dann auf unseren Planeten beschränken – und wenn nicht: was bedeutet das dann?“