Konzertlesung “Das Kreuz wie eine Krone tragen” sorgt für Impulse zum Nachdenken  

220413 220412 Konzertlesung Auferstehungskirche 6Endlich wieder “Kirche und Kultur”, denn “das gehört zusammen”, betont Susanne Böhringer. Die Pfarrerin für Kulturarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho hatte zusammen mit der Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt begleitend zur Ausstellung in der Auferstehungskirche am Kurpark zu einer besonderen Konzertlesung eingeladen.

Unter dem Titel „Das Kreuz wie eine Krone tragen“ fand die Lesung mit Texten von Pfarrerin Antje Eltzner-Silaschi und Musik von Katrin Ehlenbröker-Tönnies (Flöte) und Ariane Kahl-Gärtner (Harfe) statt.

Bereits vor zwei Jahren war der musikalisch-literarische Abend geplant, musste wegen der Pandemie aber verschoben werden. Im Zusammenhang mit der Kunstausstellung „Was ist der Mensch“ mit vielen Exponaten der modernen Kunst, aber auch älteren Werken, berührte die Darbietung die knapp 150 Anwesenden sichtbar. „Das Thema der Lesung und das der Ausstellung passen hervorragend zusammen und sind besonders aktuell. Die Texte sind der aktuellen politischen Lage noch einmal angepasst worden“, sagte “KuK!”-Pfarrerin Susanne Böhringer. Per Mail und in Videokonferenzen planten die beteiligten Frauen die Veranstaltung. Passend zu den von Pfarrerin Antje Eltzner-Silaschi ausgewählten Texten suchten die Musikerinnen Katrin Ehlenbröker-Tönnies und Ariane Kahl-Gärtner musikalische Stücke aus. So waren am Abend in der Kirche erheiternde und auch bedächtige Klänge zu genießen. „Die Chemie zwischen uns stimmte sofort. Ariane Kahl-Gärtner ist aus Bremen angereist und wir alle haben sofort gedacht: Wir kennen uns lange. Eine gute Voraussetzung“, so Antje Eltzner-Silaschi.

 

Konzertlesung zur Ausstellung am 3. April

220330 Konzertlesung AusstellungEine Pfarrerin, die Texte schreibt? “Nichts Besonderes, das ist unsere tägliche Arbeit”, sagt Pfarrerin Antje Eltzner-Silaschi aus Bad Oeynhausen. Doch was die Kurseelsorgerin für die Konzertlesung am 03. April in der Auferstehungskirche am Kurpark geplant hat, ist dann doch etwas anderes als die klassische Sonntagspredigt. Die Konzertlesung “Das Kreuz wie eine Krone tragen” beginnt am Sonntag um 19:00 Uhr, Einlass in die Auferstehungskirche am Kurpark ist ab 18:30 Uhr.

Passend zur aktuellen Ausstellung “Was ist der Mensch?”, die mit Bildern und Skulpturen in der Kirche zu sehen ist, hat Kulturpfarrerin Susanne Böhringer vom Referat “Kirche und Kultur” im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho den Konzertabend gemeinsam mit ihrer Pfarrkollegin organisiert. Antje Eltzner-Silaschi hat dazu Texte von bekannten Autorinnen und Autoren wie Hanns Dieter Hüsch oder Dietrich Bonhoeffer ausgewählt, die Bezug auf die Kunstwerke nehmen. “Die Ausstellung ist an Psalm 8 angelehnt. Darin wird klar, dass Gott uns Menschen mit Würde ausgestattet hat. Und das passt in unsere Zeit und die aktuelle politische Lage leider nur zu gut”, erklärt die Pfarrerin, die zudem auch eigene Texte verfasst hat. Im Wechsel dazu spielen die beiden Musikerinnen Katrin Ehlenbröker-Tönnies und Ariane Kahl-Gärtner auf Harfe und Flöte passende Stücke. “So können wir uns über einen kurzen Text mit der Musik verbinden und uns damit auseinandersetzen”, so Eltzner-Silaschi. Deshalb seien die Texte auch bewusst kurz gehalten, um die Musik wirken zu lassen.

 

Erlös des Bach-Kantaten-Abends am 26. März geht an die Diakonie Katastrophenhilfe

220317 Plakate 2022 Passionkonzert Benefiz WEB 2In der Auferstehungskirche am Kurpark wird am Samstag, den 26. März um 19 Uhr vielfältige Musik von Johann Sebastian Bach erklingen. “Auf alten Instrumenten”, wie Kantor József Opicz stolz erzählt. Es erklingen zwei Kantaten von Bach sowie die Triosonate G-Dur, BWV 1038. Musizieren wird das “Westfälische BarockConsort” mit Gastmusikerinnen aus Köln.

Als Solisten wirken Kantor József Opicz (Altus) und Hinrich Horn (Bass) aus Leipzig mit. Der Erlös des Konzertes “passion” geht auf Initiative des Freundeskreises Kirchenmusik an der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen in Zusammenarbeit mit der Altstadtgemeinde komplett zu 100 Prozent an die Diakonie Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Menschen auf der Flucht vor dem Krieg oder in der Ukraine.

“Uns war klar: Wir müssen irgendetwas machen in dieser Krise”, sagt Regine Köster aus dem Vorstand des Freundeskreises. Deshalb unterstützt der Freundeskreis das Konzert und übernimmt die Gagen der Künstlerinnen und Künstler, damit die Einnahmen und auch Spenden am Abend komplett dem guten Zweck zugeführt werden können. “Die Idee, den Abend als Benefizkonzert zu veranstalten, ist spontan entstanden, als wir vom Krieg in der Ukraine gehört haben. Thematisch passen die Kompositionen von Bach zur aktuellen politischen Lage”, ergänzt Rüdiger Beinroth aus dem Vorstand des Freundeskreises.

Kantor József Opicz, der als Solist am Abend mitwirkt, freut sich besonders auf die barocken Klänge der alten Instrumente, auf denen die Musiker vom “Westfälischen BarockConsort” spielen werden: “Die zwei Solokantaten von Bach sind zwar eigentlich nicht für die Passionszeit vorgesehen, spiegeln in ihrer Thematik aber die Themen unserer Zeit wider: In “Gott soll allein mein Herze haben” (BVW 169) geht es um die Liebe zu Gott und seine Liebe zu den Menschen - also auch um Nächstenliebe”, so der Kirchenmusiker. “Im Gegensatz dazu steht die Kantate “Ich will den Kreuzstab gerne tragen” (BWV 56), die so genannte Kreuzstabkantate. Hier geht es zwar erst um Leiden und Tod, aber dann auch um den Ausblick auf das ewige Leben und den Eintritt ins Himmelreich”, erklärt Opicz. Deshalb habe man als Titel für den Konzertabend auch nicht “Passion”, sondern das englische “passion” gewählt, wie Regine Köster erklärt.

Die Karten sind zum Preis von 16,00 Euro an der Abendkasse erhältlich oder können vorab im Gemeindebüro (Kaiserstraße 26) erworben werden. Alternativ ist auch eine Reservierung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Karten sind dann an der Abendkasse hinterlegt.

Ausstellung mit Kunstwerken aus vielen Jahrhunderten

220303 Was ist der Mensch Signet sg 2Die Bibel stellt die Frage: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ (Psalm 8) So will diese Ausstellung der philosophischen und theologischen Frage nach dem Menschen nachgehen. Was ist eigentlich der Mensch? Was macht ihn aus?

Die Ausstellung will sich mit den verschiedenen Aspekten des Menschseins beschäftigen. Sie tut dies mit sehr unterschiedlichen Menschendarstellungen aus verschiedensten Zeiten. Sie enthält Bilder, Zeichnungen, Graphiken, Fotos und Skulpturen aus verschiedenen Jahrhunderten und Jahrtausenden. Dabei wird das älteste Portrait der Welt von ca. 23.000 vor Christus natürlich nur (im Gegensatz zu vielen anderen Werken, die selbstverständlich als Originale zu bewundern sind) in einer Replik zu sehen sein.

Gezeigt werden Arbeiten von Horst Antes, Francis Bacon, Ina Barfuss, Ernst Barlach, Rüdiger Bartels, Johannes Beer, Wolfgang Bier, Peter August Böckstiegel, Jürgen Brodwolf, Marc Chagall, Emil Cimiotti, Lovis Corinth, Paul Dierkes, Blonay Fuchs, Alberto Giacometti, Horst-Dieter Gölzenleuchter, Otmar Hörl, Franz M. Jansen, Anatoli Kaplan, Kahlhofer Karin, Käthe Kollwitz, Fritz Köthe, Karl-Ludwig Lange, Max Liebermann, EL Loko, Giuseppe Madonia, Marwan, Adolph von Menzel, Albert Merz, Emil Nolde, Carlo Sartori, Hermann Schenkel, Bernard Schultze, Gerhard Staufenbiel, Heinrich Stegemann, Leo Tilgner, Klaus Vogelgesang, Franz Erhard Walther, Heinrich Zille und anderen.

220303 was ist der menschVeranstaltungen im Kontext der Ausstellung

Ausstellungseröffnung
Die Ausstellung wird mit einem Kunstgottesdienst eröffnet:
Am 6. März 2022 um 10:00 Uhr in der Auferstehungskirche.
Predigt: Pfarrer Johannes Beer aus Herford.
Musik: Kreiskantor József Opicz und Corina Friesen, Akkordeon
Im Anschluss können die Werke das erste Mal besichtigt werden.

Kirchen+Kino
Am 14. März 2022 wird in der Reihe Kirchen+Kino der Film „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader im UCI Bad Oeynhausen gezeigt werden. Beginn: 19:30 Uhr.
Kartenvorverkauf im UCI.

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Die Bedrohung des Friedens und die Gefahr eines Krieges in Europa rücken zurzeit bedrohlich nah. Am Freitagabend wird der Ukraine-Konflikt Thema im Friedensgebet der Altstadtgemeinde sein. Die Gemeinde lädt dazu in die Auferstehungskirche am Kurpark herzlich ein. Die Andacht beginnt um 18 Uhr nach dem Abendläuten.

„Der Friede braucht Menschen, die nicht an das Recht des Stärkeren glauben“, sagt Superintendentin Dorothea Goudefroy, „sondern auf die Verheißung des Friedens vertrauen.“ 

Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. (Martin Luther)